





Jede Person benennt in einem Satz ihre wichtigste Erwartung und mögliche Blockade. Kein Cross‑Talk, nur Zuhören. Diese Runde macht implizite Spannungen explizit, fördert psychologische Sicherheit und reduziert spätere Nebenkriege. Legt eine klare Reihenfolge fest, zum Beispiel im Uhrzeigersinn, und schließt mit einem kollektiven Zusammenfassen der drei häufigsten Erwartungen. Das Team spürt sofort, was wirklich zählt, und kann Prioritäten ohne Reibung anpassen, bevor es in Details abgleitet.
Eine kurze, gemeinsam geteilte Stille resetet fragmentierte Aufmerksamkeit. Nutzt fünfundvierzig Sekunden absolute Ruhe bei ausgeschalteten Mikrofonen und unbewegter Kamera. Diese kleine Leere wird zur Bühne für Konzentration. Direkt danach bitte jeder um einen knappen Satz: „Ich bin bereit, weil…“. Das verbindet Emotion und Absicht, ohne Pathos. Teams berichten regelmäßig, dass Gespräche danach präziser beginnen, weniger Rechtfertigungen nötig sind und Einigungen schneller erfolgen. Stille ist eine kostengünstige, hochwirksame Ressource.
Zu Beginn nutzt jede Person zehn Sekunden, um störende Tabs zu schließen, Messenger stumm zu schalten und das Telefon umzudrehen. Die Moderation fragt aktiv nach Bestätigung. Dieses kleine Ritual schafft soziale Normen und senkt verdeckte Multitasking‑Kosten. Es ist respektvoll, weil es kollektive Konzentration schützt. Ergänzt eine Absprache: Wer dringend erreichbar sein muss, sagt es offen. So entsteht Vertrauen, und gleichzeitig bleibt die gemeinsame Arbeit ungestört, fokussiert und erkennbar zielgerichtet.